Mehr bewusstseinsbezogene Bildung für Afrika
24. Februar 2024

In Afrika macht bewusstseinsbezogene Bildung mit Transzendentaler Meditation sowohl in Städten wie Johannesburg als auch im ländlichen Raum großen Fortschritte. So hat der Konzern Anglo American dem Maharishi-Institut in Südafrika sein früheres Hauptquartier im Geschäftsviertel gespendet. Weitere Projekte laufen in der Demokratischen Republik Kongo und in Namibia.

 

Ein Bericht von Hartmut Knobloch

 

„Als TM-Lehrer war ich insgesamt elf Jahre in Afrika, hauptsächlich im Süden des Kontinents: einmal 1976/77 in Lesotho, Botswana, Swaziland und Südafrika, dann ab 2010 in Südafrika, Botswana – und zuletzt hauptsächlich in Namibia, der ehemaligen deutschen Kolonie.

Nach Jahrzehnten im internationalen Team von Maharishi mit Einsätzen in unterschiedlichsten Projekten in vielen Ländern hielt ich es für vernünftig, persönlich für etwas finanzielle Unabhängigkeit zu sorgen und berufliche Erfahrungen in einem Unternehmen zu sammeln. Deshalb nahm ich die Gelegenheit wahr, die innovative Boden-Stabilisierungstechnologie einer finnischen Firma ins südliche Afrika zu bringen. Das verlief auch finanziell erfolgreich und ermöglichte mir, TM-Lehrer-Kandidaten aus dem Umfeld des Maharishi-Instituts in Johannesburg und später in Namibia auf ihrem Weg zu unterstützen.

Nach all den Jahren mit Kontakt zur Bevölkerung auf allen Ebenen, von Regierungen bis zu ländlicher Bevölkerung und Slum-Bewohnern, sehe ich sehr deutlich, was eigentlich ohnehin bekannt ist. Denn was Afrika voranbringt, sind nicht die oft leider noch notwendigen Hilfsprogramme, sondern Schulen und weiterführende Bildung auf allen Ebenen für die große, im Durchschnitt sehr junge afrikanische Bevölkerung, die ein unglaubliches Potenzial darstellt ­­– in Richtung finanzieller und wirtschaftlicher Unabhängigkeit von allen anderen Ländern, die ausschließlich eigene ökonomische Interessen verfolgen.

Drei afrikanische TM-Lehrer stehen vor einem Infoschild, dass über ein gemeinnütziges Projekt informiert.

Die TM-Lehrer Bamande Tsongo, Nancy Dede und Clovis Mafuta bei einer Organisation in einem abgelegenen Dorf im Kongo, die sich um Waisenkinder und Umweltschutz kümmert. Dort gaben sie einen ihrer zahlreichen Kurse.

Foto oben: Schulkinder in der Demokratischen Republik Kongo meditieren im Freien.

Mehrere afrikanische Personen in einer Wellblech-Hütte in Windhoek

TM-Kurse in Windhoek (Namibia) in the ‘Zinc’ – wie die Behausungen aus verzinktem Wellblech von den Einheimischen genannt werden.

Absolventen aus allen Bevölkerungsschichten

Hier sticht das Maharishi Invincibility Institute (MII) hervor, das von Maharishi in seiner Entwicklung viel Aufmerksamkeit erhielt und das der TM-Begründer stets mit Rat und Tat unterstützte. Das MII hat sich in der Folge in Südafrika einen hervorragenden Namen gemacht. Dies führte dazu, dass Anfang August die Anglo American Corporation ein weiteres großes Gebäude – ihr ehemaliges Corporate Office im früheren Central Business District (CBD) von Johannesburg, wo bis zum Ende der Apartheid alle größeren Firmen und Hotels angesiedelt waren – dem Maharishi-Institut stiftete. Und das in Konkurrenz zu zehn der größten Universitäten im Land, die teilweise gute finanzielle Angebote gemacht hatten.

In den 17 Jahren seiner Existenz hat das MII auf eindrucksvolle Weise gezeigt, was bewusstseins-bezogene Bildung (Consciousness Based Education), die das Programm der Transzendentalen Meditation für alle Lehrkräfte und Studenten einschließt, auszurichten in der Lage ist.

Die Absolventen kommen dabei aus Bevölkerungsschichten, die normalerweise keinen Zugang zu einer Universitätsausbildung haben. Sie sind bei ihrem Studienabschluss so gefragt, dass die Headhunter vieler südafrikanischen Firmen zuerst zum Maharishi-Institut kommen, bevor sie sich an den anderen Universitäten umschauen, und dass eine Firma sogar ausschließlich MII-Abgänger bei sich aufnimmt.

Gruppenfoto von Studienabsolventinnen und Studienabsolventen des Maharishi Invincibility Institute  von 2012

Absolventen des Maharishi Invincibility Institute feiern ihren erfolgreichen Studienabschluss, 2012.

Zahl der Studenten wächst deutlich

Dadurch wird es dem Maharishi-Institut nun möglich, die Anzahl der Studenten von 1100 im existierenden Gebäude schräg gegenüber, auch ehemals von Anglo American gestiftet, auf bis zu 5000 Studenten zu erhöhen. Das bedeutet, dass hier das Zustandekommen einer permanenten Gruppe von mindestens 1000 Ausübenden des TM-Sidhi-Programms einschließlich yogischem Fliegen in greifbare Nähe gerückt ist. Diese Zahl hatte Maharishi ins Spiel gebracht, um für ganz Südafrika wachsende Harmonie, Stabilität und Fortschritt zu sichern.

Dass solche Kohärenz-Gruppen vorhersehbare soziale Ergebnisse erzeugen können, wurde in den vergangenen 45 Jahren eindrucksvoll in verschiedenen Teilen der Welt demonstriert und durch eine Reihe wissenschaftlicher Studien bestätigt.

Einen erheblichen Anteil am Entstehen und Erfolg des Maharishi-Instituts hat das langjährige, hochmotivierte Team von Lehrkräften und Organisatoren, speziell Dr. Taddy Blecher, dessen Fähigkeit, die Unterstützung von teilweise sehr bekannten, internationalen Firmen, Organisationen und Privatpersonen anzuziehen, seinesgleichen sucht.

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Taddy Blecher spricht bei einem TED-Vortrag darüber, wie freie Bildung eine Nation befreien kann. Für seinen Vortrag und seine wunderbare Arbeit bekam Blecher Standing Ovations.

Einsatz von TM im ländlichen Raum

Ein anderer sehr sinnvoller Einsatz von Transzendentaler Meditation in Afrika besteht darin, der ländlichen Bevölkerung in den teils weit abgelegenen Dörfern die Möglichkeit zu geben, die Meditationstechnik zu erlernen und dadurch mehr Energie, Gesundheit, Kreativität und Lebensfreude zu erfahren. Dadurch können sie auch ihrem natürlichen, traditionellen Lebenswandel mit Viehzucht und Ackerbau nachgehen – ohne den Wunsch zu verspüren, in die urbane Slums zu gehen, wo sie unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt sind.

Mehr Infos dazu auf www.stiftungmehrtranszendenz.de/namibia/

Jim Schaefer, der Sponsor des Massai-Projekts, hat sich glücklicherweise bereit erklärt, ein ähnliches Projekt mit TM-Lehrern in Namibia voranzutreiben und finanziell zu unterstützen. Dafür wurde schonmal der erfahrene kenianische TM-Lehrer Patrick Kinuthiak nach Namibia geschickt. Der Plan lautet, das Projekt mit der Landbevölkerung fortzuführen: in den jeweiligen Bevölkerungsgruppen der beiden namibianischen TM-Lehrerinnen.

Eine TM-Lehrerin hält vor mehreren Leuten einen TM-Vortrag in einer Kirche

TM-Lehrerin Maria Sakaria bei einem öffentlichen TM-Vortrag in einem Dorf in Namibia.

Vielversprechende Projekte auf dem Kontinent

Das erfordert aber zusätzliche finanzielle Mittel, und ich würde mich freuen, wenn die Leser des Berichts diese Aktivität in Namibia mit einer einmaligen oder besser regelmäßigen Spende in Form eines Dauerauftrags in einer beliebigen Höhe unterstützen könnten. Das würde das Projekt besser planbar machen und bei den TM-Lehrerinnen ein Gefühl der Sicherheit und Stabilität erzeugen, dass sie sich sicherlich verdient haben.

Bei der Stiftung mehr Transzendenz gibt es dazu einen Spendenbutton, über den man einfach durch Überweisung oder mit PayPal spenden oder auch Daueraufträge machen kann. Als Deutscher fühle ich mich betreffend Namibia besonders in der Pflicht und würde mich freuen, wenn das auch von anderen so gesehen würde.
Hier können Sie spenden

Auch sonst läuft in Afrika mit den im Moment sehr erfolgreichen Projekten viel, nachdem zuletzt mehr und mehr einheimische Meditationslehrer und sogar Lehrer für die TM-Fortgeschrittenentechniken ausgebildet wurden. Ein Beispiel dafür ist die Demokratische Republik Kongo, in der die Bevölkerung durch die Kriege der vergangenen Jahre sehr gelitten hat und traumatisiert wurde.“

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Der Schweizer TM-Repräsentant Felix Kägi und seine Frau Livia präsentierten Anfang August einige beeindruckende Projekte in der Demokratischen Republik Kongo. Die eigentliche Präsentation läuft in dem Youtube-Video zwischen Minute 2.15 und 20.25. Moderatorin ist seitens der internationalen TM-Bewegung Susie Swan.
Felix Kägi und Livia Kägi vor einer Ayurveda-Klinik in Österreich.

Maharishi-Institut in Johannesburg verdoppelt Bildungskapazitäten

Der Bergbau-Konzern Anglo American hat Anfang August seinen früheren Hauptsitz im Central Business District (CBD) von Johannesburg an die gemeinnützige Bildungseinrichtung Maharishi Invicibility Institute übergeben. Darüber berichteten in großen Artikeln beispielsweise Fachmagazine wie Mining Weekly. Das Institut widmet sich nach dem Bericht von Online-Redakteur Tasneem Bulbulia seit 2007 der Aufgabe, weniger privilegierten Jugendlichen sowie manchmal älteren Studenten einen Zugang zu höherer Bildung zu ermöglichen. Das Maharishi Institut hilft außerdem den Absolventen dabei, zukunftssichere Jobs bei einigen der größten Unternehmen in Südafrika zu bekommen.

Die Palette des Instituts reicht von einem Vorschulprogramm über das College bis hin zu zwölf Industrie-Akademien. Der Leiter des Instituts, Taddy Blecher, sagte am Rande der feierlichen Übergabe, Anglo American habe bei der Vergabe an das Maharishi-Institut mehrere hohe Kaufangebote von anderer Seite für das Bürogebäude an der Main Street abgelehnt.

Blecher sagte, Anglo American unterstütze damit den Wandel in der Innenstadt. Man habe bereits ein Architekturbüro benannt, um den Umbau von Büros in ein Erziehungsinstitut in die Wege zu leiten. Man werde bis Januar den vollen Betrieb aufnehmen können.

Anglo American hatte dem Institut schon vor einigen Jahren ein unweit entferntes Gebäude gespendet. Dort wurden demnach zwischenzeitlich 22 000 Menschen ausbildet, die 19 000 hochqualifizierte Jobs erlangten. Das Institut geht von einer 94-prozentigen Quote bei der Arbeitsplatz-Vermittlung seiner Absolventen aus. Das neue Gebäude könne zusätzlich bis zu 3500 Studenten aufnehmen, was die Kapazitäten mehr als verdoppeln würde.

https://www.miningweekly.com/article/anglo-donates-cbd-building-to-institute-to-bolster-education-inner-city-development-2023-08-04

Nächtlicher Blick vom Dach des Maharishi-Institut auf die umliegenden Gebäude

Das neue Gebäude vom Dach des bisherigen Instituts aus fotografiert.

Zur Person Hartmut Knobloch
Portraitfoto von Hartmut Knobloch, Lehrer für Transzendentale Meditation

Hartmut Knobloch ist seit 1973 Lehrer für Transzendentale Meditation und war seitdem in vielen Teilen der Welt, speziell auch in Indien, im Einsatz. Er hatte das große Glück, mehrere Jahrzehnte im Umfeld von Maharishi Mahesh Yogi, dem Begründer der TM-Bewegung, arbeiten und mit Maharishi weltweit unterwegs sein zu dürfen. Seit 2019 von einem längeren Aufenthalt in Afrika zurück, freut er sich mit Standort Erfurt wieder in Deutschland aktiv zu sein – speziell auch als Lehrer für die Fortgeschrittenentechniken der TM.

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das tief in uns liegt.“

Maharishi Mahesh Yogi